Implantation der Schädelknochenprothese Codubix® CT 07.04.2014 Lettland

Bericht: Implantation der Schädelknochenprothese Codubix® CT 07.04.2014, Viola Lāme – Riga, Lettland.

1. Ort - Riga

Ort der OP-Durchführung:
Östliches Klinisches Universitätskrankenhaus der Stadt Riga
Anschrift: Hipokratesa 2, Riga, LV-1038
https://www.aslimnica.lv

Das Krankenhaus ist eins der Hauptkrankenhäuser in Lettland

Auf der neurochirurgischen Station befinden sich 50 Betten für Patienten, darunter 4 Säle mit erhöhtem Komfortniveau und moderne Intensivstation, die ständige Überwachung und Behandlung von Patienten nach Operationen sichert.

Im Krankenhaus “Gaiļezers” befinden sich zwei OP-Blöcke mit moderner Ausrüstung für operative neurochirurgische Patientenbehandlung (interoperativer Ultraschall, Neuronavigation, 2 OP-Mikroskope, endoskopische Ausrüstung), auf denen mehr, als 1000 Operationen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsniveau ausgeführt werden.

Die neurochirurgische Station bildet eine Basis für Ausbildung von Studenten, Assistenzärzten und Ärzten der Stradins Universität.

Chefarzt der Station ist Dr. Kārlis Bicāns – zertifizierter Neurochirurg.

2. Krankheitsgeschichte des Patienten

30-jährige Frau erlitt vor drei Jahren, als sie in Deutschland arbeitete, eine Ruptur des Hirnarterienaneurysmas, was mit schweren Komplikationen resultierte. Obwohl die Anwendung der Eingriffsradiologie – die Verletzungen dieser Art in mehr sanfter Weise zu behandeln ermöglicht und den Zustand des Patienten positiver beeinflusst – möglich war, wurde die Patientin in deutscher Klinik einer schweren OP unterzogen – während des Zugangs zur Hirnpathologie war der Schädel mittels Entfernung des Strinbeins offen. Nach der Operation wollte das Knochenfragment nicht heilen.

Nach Rückkehr nach Lettland meldete sich die Frau bei der neurochirurgischen Station des Östlichen Klinischen Krankenhauses wegen ständiger Ausscheidung von Flüssigkeiten aus der Wunde.

Der Arzt der Patientin, Neurochirurg Dmitrijs Gavriļins, sagte, dass nach der Durchführung von zusätzlichen Untersuchungen bei ihr eine ausgedehnte Stirnbeinentzündung festgestellt wurde.

In dieser Situation war es erforderlich, eine Operation zur Entfernung des beschädigten Knochenteils dringend vorzunehmen, um weiterer Entzündung und Beschädigung des Hirns vorzubeugen. Während Entfernung der o.g. Bedrohungen entstand ein neues Problem – das Hirn verlor im Stirnteil seine Sicherung, welche das Stirnbein bildete. Es war nur mit Haut bedeckt. Außerdem blieb das Problem des kosmetischen Defekts.

3. Voroperative Maßnahmen

  • Der leitende Arzt der Patientin, Dmitrij Gavriļin, erfuhr über die Codubix- Schädelknochenprothese nach Präsentation von Tricomed-Erzeugnissen durch den medizinischen Vertreter von TZMO SA auf der neurochirurgischen Station. Anfangs Dezember 2013 schlug er der Patientin diese Prothese vor.
  • 2013 assistierte Dr. D. Gavriļin bei einer ähnlichen Operation. Die Prothese wurde in Italien hergestellt, aber ihre Kosten waren im Gegensatz zu Codubix 3D erheblich höher.
  • Unter Leitung des medizinischen Vertreters wurden alle notwendigen Computerbilder durchgeführtt (Patientin meldete sich beim Krankenhaus am 11.12.2013). Die Bilder wurden an die Firma Tricomed SA. gesandt. Dort wurde mit der Anfertigung der Prothese begonnen.
  • Im Hinblick darauf, dass es ein sehr komplizierter medizinischer Fall war, überlegten Spezialisten von Tricomed SA in Zusammenarbeit mit Dr. D. Gavriļin, eine ein- oder zweiteilige Prothese auszuführen. Letztendlich entschieden sie sich für eine einteilige Prothese.

3D-Modell:
Fläche, die der Prothese bedurfte: 143 cm2

                               

4. OP-Verlauf

Am 07. April 2014 wurde eine Operation (anfangs wurde die OP für den 21. März 2014 geplant, aber wegen des Zustands der Patientin (Hautentzündung auf dem Kopf) wurde sie verlegt). Die OP führte der Neurochirurg Dmitrijs Gavriļins durch, Anästhesistin war Rūta Ķemme. Doktor der Medizinwissenschaften Piotr Kasprzak aus dem Klinischen Norbert-Barlicki-Universitätskrankenhaus Nr. 1 an der Medizinischen Universität in Łódź und Doktor der Medizinwissenschaften Zbigniew Kotwica nahmen an der OP als Konsiliarärzte aus Polen teil.

Die OP dauerte ca. 2,5 Stunden.

 Die Prothese war sehr genau. Der Arzt führte nur eine kleine Regulation mittels Spezialschere durch.

Vor der OP

Während der OP
Vorbereitete Prothese

Während der OP

Während der OP/Vorbereitete Prothese

Verbreiteter Platz für die Prothese

Während der OP Befestigung der Prothese

Nach der OP

Die Ärzte bewerteten den Zustand der Patientin als stabil. Am 25. April 2014 wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen. In nächster Zeit wird ihr Zustand unter ambulatorischen Bedingungen bewertet.

https://www.aslimnica.lv

Pressemitteilung:

23.04.2014
Mittels der neusten Technologien führen lettische Neurochirurgen anhand der 3D-Prothese die Rekonstruktion schwerer Schädelknochendefekte durch.

Im Östlichen Klinischen Universitätskrankenhaus wurde auf der neurochirurgischen Station vor Ostern eine außerordentliche Operation vorgenommen, während der einer Patientin mit Schädelknochendefekt die 3D-Prothese implantiert wurde, die der Patientin das fehlende Stirnbein ersetze.

Eine 30-jährige Frau erlitt vor drei Jahren, als sie in Deutschland arbeitete, eine Ruptur des Hirnarterienaneurysmas, was mit schweren Komplikationen resultierte. Ungeachtet der Möglichkeiten der Eingriffsradiologie, einer Methode, die diesartige Verletzungen mehr sparsamer zu behandeln erlaubt, wurde die Patientin in deutscher Klinik einer schweren OP unterzogen, bei der der Schädel zwecks Entfernung des Stirnbeins geöffnet wurde. Bedauerlicherweise wollte nach der Operation das Knochenfragment nicht heilen.

Im Lettland meldete sich die Frau bei der neurochirurgischen Station des Östlichen Klinischen Universitätskrankenhauses wegen ständig ausscheidender Flüssigkeit aus der Wunde. Dmitrijs Gavriļins: „In dieser Situation ist es erforderlich, eine Operation zur Entfernung des beschädigten Knochenteils dringend vorzunehmen, um weiterer Entzündung und Beschädigung des Hirns vorzubeugen. Während Entfernung der o.g. Bedrohungen entstand ein neues Problem – das Hirn verlor im Stirnteil seine Sicherung, welche das Stirnbein bildete. Es war nur mit Haut bedeckt. Außerdem blieb das Problem des kosmetischen Defekts.” 

Der Chefarzt der neurochirurgischen Station Kārlis Bicāns behauptet, dass in solchen Situationen eine Plastikprothese angewandt wird, die bei der OP handgeformt wird: „In diesem konkretem Fall gibt die Methode keinen erwünschten Endeffekt. Auf diese Weise beschlossen wir bei Berücksichtigung der internationalen Erfahrung, die CODUBIX -3D-Prothese zu nutzen, die mittels der neusten Technologien gefertigt wird. Die Prothese passte genau zum Anatomiedefekt der Patientin und sicherte besseren kosmetischen Ergebnis.

Zwecks Durchführung dieser einzigartiger Operation wurden Vorbereitungen einige Wochen vor der geplanten OP begonnen – es wurde ein genaues Scannen des Schädels der Patientin vorgenommen, und die Daten wurden an die Firma TRICOMED SA gesandt, die medizinische Prothesen herstellt (www.codubix.de) und der Kapitalgruppe TZMO SA gehört. Sie besitzt eine Spezialausrüstung und Programme zur Ausführung des Strinbeindefektmodells in 3D. Im Hinblick darauf, dass eine diesartige OP in Lettland das erstemal vorgenommen wurde, finanzierten sie polnische Partner. 

Die Operation wurde durch das Team von Neurochirurgen: Dmitrijs Gavriļins, Kārlis Bicāns und Anästhesistin: Rūta Ķemme, sowie Kollegen aus Polen, die an der OP als Konsiliarärzte teilnahmen, durchgeführt.

Die neurochirurgische Station beim Östlichen Klinischen Universitätskrankenhaus in Riga ist eins der führenden Krankenhäuser in Lettland und leistet Hilfe an Patienten mit neurochirurgischen Verletzungen, darunter Patienten mit sehr komplizierten Fällen. In einem Jahr werden hier ca. 2000 Patienten behandelt.

5. Nach der OP

  • Der Arzt D. Gavriļins gibt zu, dass ein Vorteil der Codubix-3D-Prothese das sofortige – medizinische und kosmetische – Ergebnis ist.
  • Die Prothese füllt genau den fehlenden Knochenteil aus und rekonstruiert somit den Schädel.
  • Die OP-Zeit wird dadurch verkürzt, dass die Form der Prothese in 99,9% die Form des Defekts rekonstruiert, wodurch eine zusätzliche Prothesenbearbeitung nicht notwendig ist.
  • Der Arzt und Patientin sind mit dem OP-Ergebnis zufrieden.

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